Der Podcast-Markt im Fokus

2. Dezember 2020 |

Der Podcast als Label: 3 Fragen an Thomas Witzer

Unter der Dachmarke „der Witzer“ werden mehrere höchst unterschiedliche Podcast-Formate publiziert. Das Verbindungsglied ist dabei der Host, Thomas Witzer.

Ein bis zwei Podcast-Episoden veräffentlicht Thomas Witzer pro Woche. Darin geht es je nach Format z.B. um Bierverkostung oder die Erklärung von technischen Begriffen und Entwicklungen.

Das vielseitige „Witzer-Universum“

„Der Witzer“, das ist zum einen Thomas Witzer – Podcaster aus Leidenschaft, und das abseits jeden Trends und mit früheren Projekten schon seit etlichen Jahren. Es ist aber auch ein „Dachformat“, unter dem verschiedene Podcast-Inhalte publiziert werden. Man könnte es ein Label nennen, das Formate wie „Hopfologie“, „Nerdklärt“, „Gach und Guad“, „Kapperlgeplapper“ und das „Plauscherl“ herausgibt. Für zwei davon hat Thomas Witzer einen Partner mit an Bord, „den Peter Z.“.

Und jedes davon „könnte man auch komplett aus dem ‚Witzer-Universum‘ auskoppeln“. Immerhin unterscheiden sie sich ziemlich voneinander: In „Hopfologie“ verkostet das Duo Thomas und Peter mit wechselnden Gästen Biere. In „Gach und Guad“ schwingen die beiden den Kochlöffel. „Nerdklärt“ widmet sich der Volksbildung, indem z.B. älteren Semestern Massentrends wie das Online-Game „Fortnite“ anschaulich vermittelt werden. Insbesondere dabei kann der Informatiker sein berufliches Wissen einfließen lassen, während etwa beim kulinarischen Format „einfach die Leidenschaft für das Thema“ regiert.

Wie ist die Idee zum Podcast entstanden?

Die Idee ist vor zirka zwei Jahren entstanden. Damals habe ich noch aktiv zwei Podcasts betrieben, den „Gabelbissen“ und das „Sprechgröstl“. Letzterer war als „Personal Podcast“ konzipiert, aber auch da habe ich schon gelegentlich mit Peter ein Bierchen verkostet. Da ich die Lust am Personal Podcasting zunehmend verloren habe, wurde das Format eingestellt.

Beim Hören einer Folge des „Freakshow“- oder „Fanboys“-Podcasts hatte ich dann die Idee, man könnte doch auch mal ein IT-Format für „non-Nerds“ machen. Etwas, wo ich als IT-ler und Nerd verschiedene Begriffe oberflächlich erkläre, damit die Leute im Groben wissen, um was es sich handelt. Da ich aber von Natur aus ein sehr vielseitiger Mensch bin, wollte ich mich nicht nur auf ein Format fixieren und habe mir somit überlegt, etwas nach dem Vorbild von „WRINT“, dem Podcast von Holger Klein, ins Leben zu rufen.

Darum habe ich mir überlegt, eine Art Dachformat zu gründen, und ein Freund brachte mich auf die Idee, das ganze schlicht „Der Witzer“ zu nennen. Passt sehr gut, da die einzelnen Podcasts von „Der Witzer“ meine Interessen repräsentieren. Man könnte es aber auch anders formulieren: „Der Witzer“ ist das Label, und unter diesem Namen produziere ich mehrere verschiedene Podcasts. Manche als Monolog, andere gemeinsam mit Peter und/oder Gästen. Die Namen der einzelnen Podcasts, wie „Nerdklärt“ oder „Hopfologie“, sind mir beim Autofahren eingefallen. Ein Ort, wo ich selbst Podcasts konsumiere, aber auch so manch gute Idee habe.

Was ist die größte Überraschung bzw. die interessanteste Begebenheit, die es in Zusammenhang mit dem Podcast in den letzten Monaten gab?

Die größte Überraschung war, als Peter und ich eine Folge über das Brotbier der Biobrauerei Gusswerk aufgenommen haben. Der Inhaber und Braumeister war so begeistert davon, dass er uns ein „Care-Paket“ hat zukommen lassen. Eigentlich wollte ich nur etwas zu seinem Brotbier erfahren und habe ihm eine kurze Mail geschickt. Er selbst wurde dann neugierig was wir machen, und ich habe ihm die Folge vorab zukommen lassen.

Wird mit dem Podcast auch (schon) Geld verdient bzw. ist das geplant? Wenn ja: wie?

Nein, mit dem Podcast wird kein Geld verdient, es ist von meiner Seite bzw. von unserer Seite aus nichts in der Richtung geplant. Podcasting ist für Peter wie auch mich ein reines Hobby.

Bernhard Madlener